Der Reigen
von Arthur Schnitzler

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Die Theaterwerkstatt spielt nach der langen Corona-Pause das berühmte Stück von Arthur Schnitzler in einer Co-Produktion der Regisseure Jörg Zenker und Thomas Laengerer.

Ein Abend , bei dem es scheinbar nur um "das Eine" geht. Aber eigentlich auch um so viel mehr. Lust, Trieb, Macht, Gewalt, Hoffnungen, Enttäuschungen -  all das wartet auf den Reigen an Menschen, die sich auf unserer Bühne begegnen.

Das Stück

Der Reigen, Arthur Schnitzlers erfolgreichstes Bühnenstück wurde bereits 1896/97 vom Autor fertiggestellt, schaffte es aber erst 1920 in Berlin als vollständiges Stück auf die Bühne. Schuld an der Verzögerung war nicht nur der Erste Weltkrieg, sondern vor allem das skandalträchtige Thema, welches sich um die Geschlechterbeziehung zwischen Mann und Frau rankt und die Sittlichkeitszensur in Österreich und Deutschland auf den Plan rief. So entwickelte sich das Stück zum größten Skandalstück des 20. Jahrhunderts.

Für die Theaterwerkstatt waren es neben dem gerade heute wieder aktuellen Thema, auch die Erwägungen in Hinsicht der Covid- Pandemie gerade dieses Stück auf den Spielplan zu setzen. Zehn in sich abgeschlossene Szenen, mit jeweils nur einer Darstellerin und einem Darsteller auf der Bühne und das Thema "Distanz / Nähe" als experimenteller Rahmen kamen uns sehr entgegen.

 


Die Regie

Das Geschlechterverhältnis und die damit zusammenhängenden Machtverhältnisse sind von jeher Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung. Unsere Aufgabe ist es diesen über einhundert Jahre alten Text auf seine heutige Gültigkeit zu überprüfen und in moderne Bilder und Verhaltensmuster zu übersetzen. Eine Aufgabe der dich Jörg Zenker, Thomas Laengerer und das gesamte Schauspielkollektiv gerne gestellt haben. So entstand eine Theaterproduktion, die sich durch verschiedenste Genres, vom Lustspiel zum Drama, zur grotesken Überzeichnung hindurchschlängelt und doch nie ihren thematischen roten Faden verliert.

Es spielen: Elke Brandenburger, Andrea Johnson, Robert Keller, Karin Kerschbaum, Bettina Maigler, Patrick Steiner-Hirth, Ursula Straschewski, Udo Ulrich, Günter Winterfeldt, Jürgen Witschen